PESÄ (finnisch für Nest) bietet geschützten Raum zum Sitzen. Jeder kann sich sein eigenes Nest einrichten mit den Kissen, welche in die flexiblen Textilbänder eingewoben werden können. Die gebogenen Stuhlbeine umschliessen den Sitzenden wie eine Knospe deren wertvolle Blütenblätter.

Stuhlbeine und Sitzfläche sind inspiriert vom „Stool 60“ von Artek, wobei die Sitzfläche doppelt so breit ist, damit in verschiedenen Positionen bequem oder zu zweit kuschelig Platz genommen werden kann.

Nach dem 6-wöchigen Modul wurde über den Sommer der Fokus auf einen funktionstüchtigen Prototyp gelegt. Esche-Massivholz wurden mit Hilfe von Kreissäge und Hobelmaschine abgerichtet und die 6 mm dicken Latten zu Stuhlbeinen formverleimt. Steilere Winkel sollten durch Dampfbiegen gefertigt werden. Die von der Schweizer Firma JHCO gesponserten Textilbänder konnten dank ihren elastischen und dennoch haltgebenden Eigenschaften mit einer Schlaufe um die Stuhlbeine befestigt werden.

Im Prozess wurde immer mehr bewusst, welches Gefühl beim Benutzer des Objekts ausgelöst werden soll. Ein Rückzugsort sollte entstehen – ein Raum im Raum – obschon das Objekt im öffentlichen Raum, Büroinnenraum oder zu Hause stehen kann.

 

PESÄ – 2018

 

KONTEXT

Modul Autorenschaft und Dienstleistung, Bachelor 4. Semester

Dozenten: Florian Hauswirth, Andreas Saxer

 

AUSSTELLUNG

2.-5. Mai 2019 Museum für Gestaltung Zürich

 

MATERIAL, HERSTELLUNG

Eschenholz, dampfgebogen, Elasticbänder von JHCO, Zofingen

 

 

© 2022  Leonie Lina Hochstrasser